
Kronen Zeitung
DEUTSCHE BUNDESLIGA
Bayern souverän, auch Ilzer gibt sich keine Blöße
Bayern München hält sich Verfolger Borussia Dortmund in der deutschen Fußball-Bundesliga vorerst weiter vom Leib. Der Titelverteidiger setzte sich am Samstag mit ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer bei Abstiegskandidat Werder Bremen mit 3:0 durch und führt wieder sechs Punkte vor den Dortmundern. Stürmerstar Harry Kane traf im Doppelpack (22./Elfer, 26.). Die drittplatzierte TSG Hoffenheim von Trainer Christian Ilzer liegt nach einem 3:0 gegen Freiburg weiter zwölf Zähler zurück.
Laimer agierte bei den Bayern als Linksverteidiger, bei den Bremern begann neben Kapitän Marco Friedl und Romano Schmid auch Stürmer Marco Grüll. Maximilian Wöber fehlte wegen seiner Wadenprobleme. Kane verwertete erst einen Elfmeter nach per Video-Studium erkanntem Foulspiel an Jungstar Lennart Karl. Keine fünf Minuten später durfte der Engländer das Kunstleder nach einem Ballgewinn von Leon Goretzka von der Werder-Abwehr völlig unbedrängt aus 20 Metern ins rechte Eck legen.
Mit 26 Ligatoren aus 22 Spielen hat Kane seine Marke aus der Vorsaison bereits erreicht – bei noch zwölf ausständigen Runden. Zudem knackte der 32-Jährige die Marke von 500 Profi-Toren für Klubs und Nationalmannschaft. Genau 100 davon kamen laut Angaben des Datendienstleisters Opta vom Elfmeter-Punkt.
Bayern-Torhüter Manuel Neuer wurde zur Pause ausgewechselt und durch Jonas Urbig ersetzt – als Vorsichtsmaßnahme, wie es hieß. Grüll setzte wenig später einen Kopfball an die Stange (47.). Für den Endstand sorgte Goretzka (70.). Auf die Bayern wartet in zwei Wochen der Schlager in Dortmund. Bremen dagegen bleibt nach dessen Heimdebüt auch unter Neo-Trainer Daniel Thoune tief im Abstiegskampf. Die zwölf Partien sieglosen Werderaner liegen weiter auf dem Relegationsplatz, weil der zwei Punkte dahinter liegende FC St. Pauli bei Bayer Leverkusen mit 0:4 unter die Räder kam.
Assist von Prass, Elfertor von Querfeld
Hoffenheim baute eine Woche nach einer 1:5-Abfuhr bei den Bayern seinen Vereinsrekord mit dem achten Bundesliga-Heimsieg in Folge aus und darf von der Champions League träumen. Ein sehenswertes Halbvolley-Hebertor von Andrej Kramaric zählte nach VAR-Intervention zwar noch nicht (5.). Nach Seitenwechsel trafen aber die einst an die Wiener Austria verliehene Stürmerhoffnung Fisnik Asllani (46.) und Ozan Kabak (51.) jeweils per Kopf. Alexander Prass wurde bei der TSG in der 73. Minute eingewechselt und leistete nach einer Dribbeleinlage im Strafraum die Vorarbeit zum Endstand durch Valentin Gendrey (95.). Philipp Lienhart fehlte bei Freiburg verletzt.
Eintracht Frankfurt beendete seine Negativserie von zuletzt neun Pflichtspielen ohne Sieg im ersten Heimspiel unter Neo-Trainer Albert Riera mit einem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Kevin Stöger war bei den Verlierern bis zur 65. Minute im Einsatz. Union Berlin ist mittlerweile sieben Partien sieglos – das verhinderte auch ein neuerliches Elfmetertor von Leopold Querfeld nicht. Der ÖFB-Verteidiger, der schon in der Vorwoche beim 1:1 gegen Frankfurt mit einem unplatzierten Versuch vom Punkt getroffen hatte, brachte sein Team beim HSV in Führung (28.). Am Ende setzte es aber eine 2:3-Niederlage, bei der neben Querfeld auch Landsmann Christopher Trimmel durchspielte.
Florian Kainz kam bei der 1:3-Pleite seines 1. FC Köln beim viertplatzierten VfB Stuttgart erst in der 89. Minute auf den Platz.
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